E-Mail-Kaltakquise klingt für viele Unternehmen nach einem schnellen und günstigen Weg zu neuen Leads. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Abmahnungen wegen unzulässiger Werbe-E-Mails nehmen zu – und sie können teuer werden. Gerade im B2B-Bereich wird das Kostenrisiko häufig unterschätzt.
Warum E-Mail-Kaltakquise rechtlich so gefährlich ist
In Deutschland ist die Rechtslage eindeutig: Werbliche E-Mails dürfen nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung versendet werden. Ohne nachweisbares Opt-in gilt selbst eine einzelne Werbe-Mail als unzulässige Belästigung – auch bei Geschäftskontakten.
Öffentlich auffindbare E-Mail-Adressen, Branchenverzeichnisse oder gekaufte Verteiler ändern daran nichts. Genau hier setzen viele Abmahnungen an.
Was eine Abmahnung konkret kosten kann
Die finanziellen Folgen werden oft erst ernst genommen, wenn es zu spät ist. Typische Kosten sind:
- Abmahn- und Anwaltskosten: meist zwischen 300 und 1.000 Euro
- Unterlassungserklärung: verpflichtet das Unternehmen, künftig keine solchen Mails mehr zu versenden
- Vertragsstrafen bei Wiederholung: häufig 3.000 bis 5.000 Euro pro weiterer E-Mail
- Zusätzliche Datenschutzrisiken: bei systematischem Vorgehen drohen weitere Sanktionen nach DSGVO
Damit kann eine einzige falsch versendete Kampagne schnell mehrere tausend Euro kosten – ganz ohne einen einzigen gewonnenen Kunden.
Warum sich das Risiko kaum noch lohnt
Was früher als günstige Akquise galt, ist heute ein unkalkulierbares Risiko. Neben den direkten Kosten kommen zusätzlicher Zeitaufwand, rechtlicher Stress und potenzielle Imageschäden hinzu. Für viele Unternehmen steht der mögliche Ertrag längst in keinem Verhältnis mehr zum Risiko.
Telefonakquise als deutlich sichere Alternative
Gerade im B2B-Bereich bietet Telefonakquise einen entscheidenden Vorteil: Unter bestimmten Voraussetzungen reicht eine mutmaßliche Einwilligung, um potenzielle Geschäftspartner telefonisch zu kontaktieren. Das reduziert das Abmahnrisiko deutlich – und schafft gleichzeitig persönlichen Kontakt, echtes Interesse und höhere Abschlusschancen.
Fazit
E-Mail-Kaltakquise kann teuer werden – und zwar schneller als viele denken. Wer Abmahnungen, Vertragsstrafen und unnötige Kosten vermeiden will, sollte seine Akquise-Strategie überdenken. Professionelle Telefonakquise ist für viele Unternehmen der rechtlich sicherere und wirtschaftlich sinnvollere Weg.